Gründerin & Working Mom – Interview mit Alisa Jahnke

Mit Alisa Jahnke habe ich über die Themen Gründerin & Working Mom gesprochen. Persönlich mag ich eigentlich diese typischen Fragen zu “Kind & Karriere” nicht so gern. Es sollte im Jahr 2021 völlig normal sein. Jedoch ist es für viele leider noch nicht. Da Alisa das Thema so sympathisch repräsentiert und herrlich aufzeigt, dass es selbstverständlich es heutzutage sein sollte, habe ich ihr dennoch ein paar der “bösen typischen Frauenfragen” gestellt. Ich mag einfach ihre erfrischend offen und ehrliche Art, wie sie damit umgeht:

Liebe Alisa, es freut mich sehr, dass es geklappt hat! Magst du dich zunächst einmal vorstellen?

Ich bin Alisa, 28 Jahre, und eine der 3 Co-Founder von PURELEI. Zusammen mit Freddy und Etienne, welche bereits erste Erfahrungen in E-Commerce hatten, habe ich 2016 PURELEI gegründet. Seit 2020 bin ich zudem stolze Mama von einem kleinen Sohn.

Warum glaubst du, gibt es so wenig Gründerinnen in Deutschland?

Ich könnte mir vorstellen, dass sich viele Frauen eventuell noch nicht trauen diesen Schritt zu gehen. Man merkt allerdings, dass sich die letzten Jahre doch einiges getan hat und mehr und mehr Frauen gründen. Ich kann nur aus eigener Erfahrung sagen: Hört auf euer Bauchgefühl. Wenn ihr Lust habt etwas aufzubauen, dann geht diesen Schritt. Man kann sich in vielen Bereichen in der heutigen Zeit Unterstützung suchen und um Hilfe bitten. Auch wir standen vielen Herausforderungen gegenüber, die wir gemeinsam gemeistert haben.

Als moderne Frau verfolgst du die "2-K-Regel": Kind & Karriere. Du bist erfolgreiche Gründerin und Mutter. Hast du Tipps, wie du beides miteinander im Alltag vereinbarst?

Es ist wichtig Unterstützung anzunehmen. Man kann nicht Job, Ehefrau, Hausfrau, Köchin, Handwerkerin uvm. zu 100 % perfekt bewältigen. Jede Frau sollte für sich selbst herausfinden welche Verteilung am besten für sie ist. Beispiel: Du bist Feuer und Flamme für dein Job und deine Familie, aber statt die perfekte Köchin zu sein, gehst du häufiger ins Restaurant oder bestellst dir etwas nach Hause.

Wie planst und strukturierst du deinen Alltag? Was passiert, wenn dein Kind einem geplanten Meeting mal einen Strich durch die Rechnung macht?

Worauf ich unglaublich stolz bin ist mein Team, welches extrem viel Verständnis dafür hat sollte ich mal wegen dem Kleinen aus einem Meeting müssen oder kurzfristig nicht teilnehmen können. Dies kam auch schon hin und wieder vor. Es gibt für mich nicht den perfekt geplanten und durchstrukturierten Alltag, jeder Tag läuft zum Teil anders ab und das ist auch in Ordnung. Zu Beginn haben Freddy und ich uns auch gut abstimmen können (Freddy ist nicht nur einer der Co-Founder, sondern auch mein Mann) wenn er mal in einem Video Call war hab ich auf den Kleinen aufgepasst und andersrum. Wir haben auch den Vorteil, dass wir bei PURELEI aus dem Home Office arbeiten können und so war das Ganze zu Beginn auf alle Fälle einfacher zu handhaben.

Gab es schon einmal von auch negative Reaktionen, weil du mit Kleinkind Karriere machst? Wie reagierst du darauf?

Bis jetzt bekam ich nur positives Feedback, über das ich mich immer sehr freue. Ich wusste selbst nicht wie genau das ablaufen wird mit Kind und Karriere. Ich habe aber mittlerweile auch gemerkt, dass dies ein Thema ist welches viel mehr Aufmerksamkeit in unserer Gesellschaft verdient hat. Auch wir bei PURELEI haben dies nun in Angriff genommen und wollen hier unsere werdenden Mütter und Väter im Unternehmen mehr unterstützen und zur Seite stehen. Karriere soll auch mit Kind/ern möglich sein.

Würdest du rückblickend etwas anderes machen? Welche Tipps hast du an Frauen, die überlegen selbst zu gründen oder auch an Arbeitgeber, wie diese Frauen mit Kindern unterstützen könnten?

Tatsächlich würde ich rückblickend nichts anders machen. Wir sind aktuell dabei immer weiter zu wachsen und ich bin sehr froh darüber, dass wir gemeinsam mit unserem Team frühzeitig das Thema in Angriff nehmen konnten. Mein Tipp für andere Arbeitgeber und Gründer ist mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Austausch zu gehen. Dies war auch der erste Schritt welchen wir gemacht haben. Wir haben unseren (werdenden) Müttern und Vätern unter anderem Fragen gestellt was ihnen wichtig wäre und wo sie sich mehr Unterstützung erhoffen. So kann man gemeinsam im Team eine Lösung ausarbeiten.

Magst du noch einen Funfact über dich verraten?

Jeder der mich kennt, weiß, dass ich süchtig nach Käse bin!

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